Erste Eindrücke

Fast zwei Wochen sind schon vergangen seit ich in Frankfurt mit fünf anderen Brot für die Welt - Freiwilligen in den Flieger gestiegen bin. Seit dem ist schon so viel passiert, dass ich gar nicht so recht weis, wo ich anfangen soll... Am besten mit der Ankunft in San José, der Hauptstadt Costa Ricas. Hier wurden wir direkt von der Sprachschule abgeholt, in der wir gerade noch unser Spanisch auffrischen. Für die ersten drei Wochen in Costa Rica bin ich bei Teresita untergebracht, meiner super lieben Gastomi. Ich habe so ein Glück mit ihr! Sie kümmert sich rührend um mich und hat stets Angst um meine Sicherheit oder dass ich vom Fleisch falle, obwohl im Moment absolut das Gegenteil der Fall ist. Das Essen hier ist nämlich der Hammer - in jeglicher Hinsicht. Es gibt viel Obst, Reis, Kartoffeln, Kochbananen, Fleisch und frittierte Sachen. Am liebsten würde ich immer alles probieren und nachdem eigentlich auch alles schmeckt könnte ich mich in alles reinlegen...naja ihr seht wo das hinführt. 

San José haben wir dann in den ersten Tagen durch eine Stadtführung besser kennen gelernt. Anders als das tägliche Verkehrschaos (und es ist wirklich das reinste Chaos) wirkt die Stadt sehr strukturiert und man findet sich relativ leicht zurecht. Besonders viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht, dafür aber reichlich Museen, Märkte und Einkaufsmöglichkeiten. Durch die Stadtführung haben wir aber auch viel neues über die Landeskultur und die Politik Costa Ricas erfahren. Beispielsweise fand ich es interessant, dass der Präsident hier keinerlei Personenschutz benötigt, da es politisch gesehen gerade ziemlich ruhig in Costa Rica ist. Auch cool fand ich die Tatsache, dass Ticos (so werden Costa Ricaner auch genannt) nichts mit genauen Adressen oder Stadtplänen anfangen können. So lautet die Adresse meiner Gastomi in etwa so: Stadtteil Coronado de Vazquez, an der Bäckerei Los Angeles, 400 Meter Nord, 75 Meter Ost. Für uns eine Herausforderung, aber die Ticos selbst haben anscheinend einen extrem guten Orientierungssinn. 

Letztes Wochenende bin ich dann mit Max und Henriette, zwei anderen Brot - Freiwilligen nach Playa Jacó gefahren, ein beliebter Strand an der Pazifikküste. Ich habe mich gefühlt wie im Paradies! Was mich total überrascht hat war der krasse Unterschied im Bezug auf das Klima. Während es in San José immer angenehme 24-26 Grad hat, sind wir in der tropischen Hitze am Strand fast zerflossen. Mal sehen wie das Wetter an meinem Einsatzort dann ist! 

Bis jetzt kann ich sagen, dass ich mich hier rundum wohl fühle und dass die Menschen hier unglaublich gastfreundlich und herzlich sind. Zwar ist alles etwas chaotischer als in Deutschland, aber das habe ich auch irgendwie erwartet. Das nächste mal melde ich mich dann wahrscheinlich schon aus meinem Einsatzort :) 

Grüße aus San José, 
Katja 



Meine Wohngegend im Moment



Playa Jacó

Eine kleine Impression vom sonntäglichen Markt 

San José
Das Gelände der Sprachschule 

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