Adiós, San José

Die Zeit fliegt und morgen mache ich mich auf in meinen Einsatzort im Süden Costa Ricas.  Ich bin froh, dass ich dem Chaos dieser Stadt ab morgen entkommen kann und bin schon super gespannt wie sich das Leben auf dem Land hier gestaltet. Immer, wenn ich einem tico erzähle, dass ich dort arbeiten werde kommt: oh, da ist es echt heiß! Oder: du wirst richtig viel Sonnencreme brauchen! Aber genauso oft wird dann von der unglaublich schönen Landschaft geschwärmt oder vom guten Kaffee, der in dieser Region produziert wird. Auf jeden Fall bin ich schon total aufgeregt und werde so schnell es geht über alles berichten. 

Die letzten Wochen hier in San José war auch immer etwas los. Neben der Sprachschule und einem Seminar habe ich viel mit meinen Mit-Freiwilligen unternommen. Vorletztes Wochenende haben wir zu fünft einen Ausflug nach Manuel António gemacht, wo es einen wahnsinnig schönen Nationalpark gibt. In diesem Park kann man nicht nur einen ursprünglichen Dschungel und den angeblich schönsten Strand Costa Ricas bestaunen, sondern auch Faultiere und süße Äffchen, die dann gar nicht mehr so süß sind, wenn sie versuchen deine Sachen zu klauen...

In meiner Gastfamilie, die eigentlich nur aus meiner Gastomi Teresa besteht, habe ich mich auch sehr wohl gefühlt. Dank ihr bin ich gut genährt und muss mir keine Gedanken darüber machen ob ich in der nächsten Familie genug zu Essen bekomme oder nicht. Außerdem hat sie mich allen ihren Kindern (6) und Enkelkindern (ich weis gar nicht wie viele es sind, hab irgendwann aufgehört zu zählen) vorgestellt, die mich dann wiederum zum Pizza essen mitgenommen oder mit mir einen Ausflug in die Stadt unternommen haben. Allgemein ist mir aufgefallen, dass costa-ricanische Familien einen unglaublichen Zusammenhalt haben. Bis auf eine Tochter wohnen alle Kinder von Teresa in ihrer Nähe und kommen fast täglich auf einen Plausch vorbei. 

Letzte Woche wurde  dann mal eben für 3-4 Tage das Wasser im ganzen Stadtteil abgedreht, natürlich ohne Begründung. Für den tico ist das schon eine Art Super-Gau, denn es ist essentiell wichtig gut gepflegt zu sein und ein absolutes No-Go ungeduscht aus dem Haus zu gehen. Niemand, nicht mal die Ärmsten der Ärmsten riechen hier unangenehm. Eigentlich stinkt man schon wenn man nicht nach Parfüm riecht wurde mir gesagt. Eine legitime Entschuldigung, falls man mal ein paar Stunden zu spät auf die Arbeit kommt ist daher auch, dass es eben kein Wasser daheim gab und man nicht duschen konnte. Das hat mich hier schon überrascht muss ich sagen. 

Jetzt genieße ich noch mal die Vorzüge der Zivilisation und besuche ein paar Mit-Freiwillige, die bereits in ihre WG in San José gezogen sind. Das nächste Mal hört ihr von mir aus Altamira!

Liebe Grüße und Pura Vida!
Katja :) 

Dschungel im Park Manuel António

Playa Manuel António 

 Playa Manuel António

Bisschen spazieren im Park  
Meine Gastomi Teresa :)






Kommentare

  1. Thank you for the interesting reports; it seems like you are happy and useful there. I am looking forward to hearing more from your next station, where the work really begins. Good luck!

    AntwortenLöschen
  2. Also meine Liebe, das hört sich wunderschön an bei den Ticos. Deine Gastomi ist ja auch 'ne ganz süße und so klein im Gegensatz zu dir. Ich bin echt gespannt auf deinen Blogeintrag.
    Dein Mitbrötchen aus Kamerun <3

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Katja, beeindruckende Bilder und total niedliche Gastomi ��Warten schon sehnsüchtig auf mehr und sind ein ganz klein bisschen neidisch auf deine tollen Erlebnisse in diesem wunderschönen Teil unserer Erde. Bis bald �� Britta

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ein bisschen Politik